3 MINUTEN MIT ZBINDEN

Arbeit in der Landwirtschaft:

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Holzstich. In: Gotthelf-Ausgabe der Büchergilde, Bd.12, Erlebnisse eines Schuldenbauers, S.104 – 105

Im Handwerk:

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Zeichnung aus dem Nachlass

Auf dem Bau:

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Arbeit

Emil Zbinden über Arbeit und Kunst:

Dr Arbeiter wird überhoupt nid zeigt, si Arbeit, ir Kunscht.

D Arbeit, wo täglech vor sich geit, überau i de Betrieb inn.

D Arbeit isch es notwändigs Übu. (...)
Aber derbi isch doch da meh drhinger.

Es si doch die, wo Wärte schaffe.
Üsi Bequemlechkeit, wo mer hei
u dr Riichtum chunnt zletscht vo dört.
U de isch es ersch no schön,
wenn`s schaffet, i meine i gwüsse Situatione,
dr Mönsch u Maschine zäme isch es schöns Sujet. (...) Aber natürlech muess me klar sii:
Me muess nid dr Arbeiter aus Heud häreschteue...

(Schweizer Fernsehen, Schauplatz, 17.4.1983)

Arbeit werde in der Kunst nicht gezeigt.
In seinem ganzen Werk setzt Emil Zbinden dazu ein Gegengewicht, immer wieder, in Skizzen, in Zeichnungen, ein- und mehrfarbig, in Gemälden und in Drucken, als Holzstich und Holzschnitt.

Wagen wir einen Bogen zu schlagen zur Arbeit eines Philosophen,
zu den letzten Zeilen des dreibändigen Hauptwerks von Ernst Bloch, „Das Prinzip Hoffnung“:


(...) wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heisst sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäusserung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.

in: Ernst Bloch. Das Prinzip Hoffnung. Dritter Band. Gesamtausgabe 5. Frankfurt am Main 1977. S. 1628 (Hervorhebung durch uns)

Tempera und Bleistift auf Papier, Oberaar 1952

In der Fabrik:

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Kreide, BBC 1977

Sogar im Handel:

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Holzschnitt 1962